initiatorinnen

Jede 4. Frau in Deutschland erlebt häusliche Gewalt.
Häusliche Gewalt hat viele Gesichter: körperliche Gewalt, seelische Gewalt, sexualisierte Gewalt, soziale und ökonomische Gewalt.

Frauen erleben häusliche Gewalt einmalig oder jahrelang.
Häusliche Gewalt hat Folgen.
Häusliche Gewalt ist noch immer ein Tabu in unserer Gesellschaft.

Der Verein „Frauen helfen Frauen e.V.“  ist seit über 30 Jahren im Landkreis Darmstadt-Dieburg erste Anlaufstelle für Frauen die von häuslicher Gewalt betroffen oder bedroht sind.

In unserer Beratungsstelle für Frauen beraten wir Frauen die von häuslicher Gewalt bedroht oder betroffen sind: kurzfristig, kostenlos und auf Wunsch anonym.

In unserem Frauenhaus finden Frauen und ihre Kinder Schutz und Zuflucht und einen sicheren Ort.

„Dieses Projekt ist für mich persönlich etwas ganz Besonderes – die Idee hat mich von Anfang an begeistert und die gemeinsame Arbeit daran hat eine ganz eigene, positive Dynamik die ungeheuer lebendig ist und sich ausbreitet. Ich wünsche mir sehr, dass unsere Kampagne weiter wächst und sich viele Frauen und Kooperationspartner bei uns melden. Damit die Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt an Frauen aus den Fachkreisen heraus in die Bevölkerung getragen wird. Damit sich wirklich etwas ändert!“

Ursula Pavez Sandoval, Leitung FhF e.V. 

Ursula Pavez Sandoval

Mäander individuelle Jugendhilfe –gemeinnützige GmbH ist eine mädchenspezifische Jugendhilfeeinrichtung, die seit 1988 Hilfe und Unterstützung für Mädchen, junge Frauen und junge Mütter anbietet. Seit 2010 haben wir zudem eine spezialisierte Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen, die Opfer von Zwangsheirat oder Opfer vor Ehrgewalt geworden sind.

Wir unterstützen das Schreibtisch-Projekt, weil damit betroffenen Mädchen und jungen Frauen die Möglichkeit gegeben wird, IHRE Geschichte und Erfahrungen zu erzählen.

Mit den Schreibtischen wird an öffentlichen Orten, das Thema präsent – nicht nur in unseren Einrichtungen und Beratungsstellen, sondern überall dort, wo Frauen und Männer sich aufhalten, arbeiten, studieren… Gewalt an Frauen betrifft uns alle….

Gewalt hat viele Gesichter und viele „Überschriften“. Wir haben in unserer spezialisierten Beratungsstelle immer wieder mit Mädchen und jungen Frauen zu tun, die massive Eingriffe in Ihre Freiheit und Selbstbestimmung und Gewalt erleben, weil sie sich nicht innerhalb des starren Ehrenkodex ihrer Familie oder Community bewegen oder einer Zwangsheirat nicht zustimmen möchten. Wir möchten diese Starre aufbrechen, möchten dass hingesehen und angemessen gehandelt wird.

„Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist ein schweres Thema, dem sich kaum jemand gern zuwendet. Wir haben deshalb ein kreatives Format für den öffentlichen Raum gesucht, das ermutigt hinzusehen und das Gefühl stärkt, mit dem Thema nicht allein zu sein. Jetzt hoffe ich, dass die farbenfrohen Tische und Illustrationen dazu einladen, sich die nötige Zeit zu nehmen und sich zu beteiligen.“

Sylvia Landau-Hahn, Mitarbeiterin bei Mäander individuelle Jugendhilfe – gGmbH

Sylvia Landau-Hahn

Das Frauenwohnheim Notwaende besteht seit 32 Jahren. Wohnungslose Frauen, auch mit Kindern, die Unterstützungsbedarf haben, wohnen in kleinen Wohngemeinschaften zusammen, und erhalten Beratung und Unterstützung.
Zentral ist ein sicheres „Dach über dem Kopf“, finanzielle Absicherung und qualifizierte fachliche Unterstützung. Am Ende steht im besten Fall der Umzug in eine eigene Wohnung oder eine andere geeignete Wohnform.

Horizont e.V., der Trägerverein, hat zu einem Zeitpunkt ein spezielles Angebot für wohnungslose Frauen geschaffen, als diese häufig mit ihrem Bedarf noch gar nicht wahrgenommen wurden.

Der Blick auf die geschlechtsspezifische Gewalt, der Frauen ausgesetzt sind, war dabei immer zentral.

In meiner Arbeit mit wohnungslosen Frauen habe ich erfahren, wie nachhaltig Gewalt an Mädchen und Frauen diese in ihrem Leben beeinträchtigt und belastet. Die meisten von Ihnen haben Gewalt in all ihren Ausprägungen erfahren. Oft sind Sucht, psychische Erkrankung oder Wohnungslosigkeit darauf zurückzuführen. 
Ich habe aber auch erfahren, welche Kraft die Frauen entwickeln, um die gewalttätigen Verhältnisse zu überleben und bestenfalls ein neues Leben aufzubauen.
Ich freue mich sehr, dass diese Aktion Frauen und Mädchen selbst zu Wort kommen lässt – mit allen, was sie zu diesem Thema zu sagen haben.“

Dorothea Köhler, Einrichtungsleitung Frauenwohnheim Notwaende

Dorothea Köhler
Menü schließen